Atlin, Ort in British Columbia, Kanada
Atlin ist ein kleines Dorf in der nordwestlichen Ecke von Britisch-Kolumbien, das am Ufer des Atlin Lake liegt, dem größten natürlichen See der Provinz. Die Gemeinde wird von hohen Bergen umgeben, viele mit Schnee bedeckt, und die Umgebung bietet Wanderwege, zwei historische Museen und Zugang zu einem großen Provinzpark.
Gold wurde hier 1898 entdeckt, als Sucher unterwegs zum Klondike hielten, was zu einer schnellen Entwicklung mit über 8.000 Bewohnern in der Blütezeit der Goldförderung führte. Die Funde in Pine Creek und anderen Flüssen waren produktiv, aber die Bevölkerung schrumpfte dramatisch, nachdem der Goldrausch vorbei war, und heute leben nur noch etwa 500 Menschen dort.
Atlin hat seinen Namen vom Tlingit-Wort atlah, das 'Großes Wasser' bedeutet und sich auf den See bezieht, der das Leben der Gemeinde prägt. Der Ort zeigt bis heute die Spuren seiner Goldgräber-Vergangenheit in den alten Gebäuden und im Verhalten der Menschen, die sich hier von der modernen Welt zurückgezogen haben.
Am besten erreicht man das Dorf auf der Atlin Highway 7 von der Yukon-Grenze aus, eine Fahrt von etwa zwei Stunden von Whitehorse. Besucher sollten beachten, dass Lebensmittel und Benzin begrenzt sind, daher ist es ratsam, alles Notwendige vor der Ankunft zu kaufen und auf Wanderungen robustes Schuhwerk sowie Bärensicherheit zu planen.
Das Dorf war während des Goldrausches kurzzeitig eine der größten Siedlungen in Nordwestkanada und behielt dabei ein Gefühl von Pionierland, das viele isolierte Ortschaften verloren haben. Die sogenannte 'kürzeste Eisenbahnstrecke' hier ist ein ehemaliger Schienenpfad, der Eisenbahnrelikte zeigt und an Seen und durch Wälder führt, wobei der Name eher humorvoll gemeint ist.
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