Taku-Gletscher, Gezeitengletscher im Südosten Alaskas, Vereinigte Staaten
Der Taku-Gletscher ist ein Gezeitengletscher in Südostalaska, der sich über 58 Kilometer vom Juneau Icefield durch den Tongass National Forest erstreckt. Das Eis reicht in Tiefen von etwa 1.477 Metern hinab und bildet eine große Eismasse, die das Landschaftsbild dieser Region prägt.
Der Gletscher wurde 1883 als Schultze-Gletscher benannt, dann 1890 als Foster-Gletscher umbenannt, bevor er schließlich seinen Namen von den lokalen Tlingit erhielt. Diese Umbenennungen spiegeln die sich ändernde Wahrnehmung und Kartierung der Region durch westliche Forscher wider.
Der Gletscher ist in der Sprache der Tlingit als T'aaḵú Ḵwáan Sít'i bekannt und hat tiefe Bedeutung für die Taku River Tlingit, die in der Region leben und sich mit diesem Ort verbunden fühlen. Seine Namen und Beziehung zum Land zeigen, wie wichtig Gletscher für das Leben und die Identität der Ureinwohner sind.
Man kann den Gletscher am besten vom Wasser aus sehen, indem man eine Bootsfahrt von Juneau aus unternimmt, um seine raue Oberfläche und die Eiswände aus der Nähe zu erleben. Der Zugang ist wetterabhängig, daher sollte man mit stabilen Bedingungen rechnen und sich gut vorbereiten.
Unter den etwa 20 großen Gletschern des Juneau Icefield war der Taku besonders, weil er bis 2019 weiter anwuchs, während andere längst zurückwichen. Diese ungewöhnliche Beständigkeit machte ihn zu einem interessanten Fall für Wissenschaftler, die Klimatrends untersuchen.
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