Bayraktar Mosque, Osmanische Moschee in Nikosia, Zypern
Die Bayraktar-Moschee ist ein Gebäude mit rechteckigem Grundriss und drei Bögen im Vorhof an der Frontseite, aus dem sich ein Minarett erhebt. Der Innenraum verbindet einen Gebetsbereich mit einem Grabteil, wobei die Räume klar voneinander getrennt sind.
Die Moschee entstand an dem Ort, wo während der Eroberung Zyperns 1570 ein Flaggenträger fiel, und wurde zu Ehren dieses Ereignisses errichtet und benannt. Nach der Aufteilung der Insel in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchlief das Gebäude eine längere Zeit der Schließung, bevor es 2003 nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wiedereröffnet wurde.
Die Moschee trägt den Namen eines Flaggenträgers, der während der Eroberung Zyperns fiel, und diese Verbindung zur militärischen Geschichte prägt bis heute die Wahrnehmung des Ortes in der Stadt. Die Kombination aus Gebetsraum und Grabstätte zeigt, wie religiöse und Gedenkfunktionen hier eng miteinander verwoben sind.
Das Gebäude liegt an der Leoforos Konstantinou Paleologou in der Altstadt und ist zu Fuß vom Zentrum aus erreichbar. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen aktiven Gebetsort handelt, daher gelten dort Verhaltensregeln wie angemessene Kleidung und Respekt vor den Gebetszeiten.
Bis 1930 beherbergte die Moschee einen Bartteil, der von Gläubigen als Reliquie des Propheten Muhammad verehrt wurde und später verschunden ist. Dieser Verlust zeigt, wie stark religiöse Objekte mit der Geschichte des Ortes verflochten waren.
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