Kirkjubømúrurin, Kathedralruine in Kirkjubøur, Färöer Inseln
Die Magnuskathedrale ist eine unvollendete Kirchenruine aus Basalt in Kirkjubøur auf den Färöern, deren Wände fast neun Meter in die Höhe ragen. Die gotischen Fensteröffnungen und massiven Steinblöcke zeigen die ursprüngliche Absicht, ein monumentales Bauwerk im mittelalterlichen Stil zu errichten.
Der Bischof Erlendur begann den Bau gegen Ende des 13. Jahrhunderts, als die Färöer zum norwegischen Erzbistum Nidaros gehörten. Das Projekt wurde während der Reformationszeit aufgegeben, und die Kirche blieb ohne Dach und ohne Nutzung.
Der Name ehrt Magnus Erlendsson, einen norwegischen Heiligen, dessen Verehrung auch auf den Färöern Anhänger fand. Die Ruine überragt heute das Dorf und erinnert an eine Zeit, in der die katholische Kirche versuchte, ihre Präsenz im Nordatlantik zu festigen.
Das Gelände ist frei zugänglich und liegt direkt am Dorfzentrum von Kirkjubøur, wenige Schritte von anderen historischen Gebäuden entfernt. Die Wände sind bei jedem Wetter sichtbar, doch bei Wind und Regen empfiehlt sich wetterfeste Kleidung für den kurzen Rundgang.
In einer Mauernische befindet sich ein versiegelter Bleikasten, der Überreste des isländischen Heiligen Thorlak birgt. Dieser Reliquienbehälter ist das einzige bekannte Exemplar seiner Art, das mit diesem Heiligen in Verbindung steht.
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