Aceh, Sonderregion in Sumatra, Indonesien.
Aceh ist eine Provinz an der Nordspitze Sumatras, die sich zwischen dem Indischen Ozean und der Straße von Malakka erstreckt. Das Gelände reicht von Küstenebenen bis zu bewaldeten Bergen im Inneren, durchzogen von Flüssen und schmalen Straßen, die die einzelnen Ortschaften verbinden.
Ein Sultanat entstand hier im frühen 16. Jahrhundert und entwickelte sich zu einem bedeutenden Handelsknotenpunkt für Gewürze und islamische Gelehrsamkeit. Später folgten Auseinandersetzungen mit niederländischen Kolonisatoren, die das Gebiet erst nach Jahrzehnten militärischer Aktionen vollständig kontrollierten.
Die Acehnesen pflegen islamische Bräuche im Alltag, und wer durch die Städte geht, bemerkt Moscheen, Gebetszeiten und eine zurückhaltende Kleiderordnung. Das gesellschaftliche Leben wird von religiösen Normen geprägt, die Besucher in der öffentlichen Atmosphäre und den lokalen Gewohnheiten spüren können.
Wer die Gegend bereist, findet abwechselnde Landschaften und kleinere Städte, die sich über die Küste und das Landesinnere verteilen. Straßen können eng und gewunden sein, besonders in den bewaldeten Hügeln, daher ist Geduld bei längeren Fahrten ratsam.
Nach dem schweren Tsunami von 2004 wurde die Küstenregion weitgehend wieder aufgebaut, und das Ereignis führte auch zu einem Friedensabkommen mit separatistischen Bewegungen. Heute erinnern Denkmäler und Museen an jene Zeit, und Besucher sehen die sichtbaren Spuren des Wiederaufbaus in den neuen Gebäuden und Infrastrukturen.
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