Liechtensteiner Binnenkanal, Hochwasserschutzkanal in Liechtenstein
Der Liechtensteiner Binnenkanal ist ein Hochwasserschutzkanal in Liechtenstein, der mit technisch gestalteten Ufern und strukturiertem Bett ausgestattet ist, um den Wasserlauf wirksam zu lenken. Die Anlage nutzt eine kontrollierte Geometrie, um große Wassermengen sicher abzuleiten.
Die Idee eines Kanals durch Liechtenstein wurde ab 1894 im Landtag beraten, und 1834 entstand zwischen Schaan und Bendern ein kurzer Vorläuferabschnitt. Der Landtag genehmigte die Pläne am 7. Juli 1930, gebaut wurde von 1931 bis 3. April 1943 für 4,6 Millionen Schweizer Franken. Die Esche und elf weitere Alpenbäche wurden in den Kanal geleitet.
Der Name Binnenkanal bedeutet „innerer Kanal“ und unterscheidet ihn vom parallel verlaufenden Rhein. Der Bau von 1931 bis 1943 bot der einheimischen Bevölkerung Arbeit während der Wirtschaftskrise. Heute dienen die renaturierten Ufer bei Ruggell als Erholungsgebiet, besonders im Sommer.
Der Kanal kann von mehreren Zugangspunkten aus besucht werden, und die begleitenden Wege sind für Besucher frei zugänglich. Tragen Sie geeignetes Schuhwerk, da die Uferbereiche je nach Witterung rutschig sein können.
Die Mündung des Kanals in Ruggell wurde mit kleinen Wasserschwellen und einem zweiten, parallelen Gerinne umgestaltet; ein Jahr später wurden dort elf Fischarten nachgewiesen. Der Auenwald am Rhein blieb erhalten, und am Wasser brüten Gebirgsstelze, Eisvogel, Wasseramsel und Flussregenpfeifer.
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