Römische Pietà, Marmorskulptur im Petersdom, Vatikanstadt
Die Pietà zeigt Maria mit dem leblosen Christus auf ihrem Schoß, aus einem einzigen Block carrarischem Marmor gehauen. Der Körper Christi liegt waagerecht, sein Kopf ist nach hinten gefallen und der rechte Arm ausgestreckt, während Marias linke Hand sich in einer Geste der Annahme öffnet.
Der französische Kardinal Jean Bilhères de Lagraulas beauftragte die Arbeit 1497 für seine Grabkapelle. Michelangelo vollendete die Skulptur zwischen 1498 und 1499 im Alter von 24 Jahren, während er in Rom arbeitete.
Besucher knien oft vor der verglasten Kapelle, um leise zu beten oder in stiller Betrachtung zu verweilen, während andere Pilger schweigend Fotos aus respektvoller Distanz machen. Die ruhige Atmosphäre der Seitenkapelle zieht Menschen an, die einen Moment der Sammlung suchen, bevor sie weiter durch die belebten Gänge der Basilika gehen.
Die Skulptur steht hinter Panzerglas in der ersten Kapelle rechts vom Basilika-Eingang. Besucher sollten früh morgens kommen, um den Menschenmassen auszuweichen, da der Eintritt in die Basilika frei ist.
Ein Angreifer schlug 1972 fünfzehnmal mit einem geologischen Hammer auf die Skulptur ein und beschädigte Marias Nase, Augenlid und Schleier. Restauratoren sammelten Marmorfragmente von Besuchern und vom Boden, um fehlende Teile zu rekonstruieren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.
