Lech, Alpiner Fluss in Bayern, Deutschland.
Der Lech ist ein Alpenfluss, der sich über 255 Kilometer von den Österreichischen Alpen durch Bayern erstreckt, bis er bei Donauwörth in die Donau mündet. Das türkisgrüne Wasser fließt durch breite Kiesbetten und schmale Schluchten, vorbei an Wiesen und Ortschaften im Voralpengebiet.
Im Jahr 955 besiegte Otto I. ungarische Truppen in der Schlacht auf dem Lechfeld, was eine Wende in der mittelalterlichen Geschichte des deutschsprachigen Raums markierte. Über Jahrhunderte diente das Flusswasser dem Flößereigewerbe und dem Antrieb von Mühlen, bevor es ab dem 20. Jahrhundert zur Stromerzeugung genutzt wurde.
Der Fluss durchquert mehrere bayerische Städte wie Augsburg und Landsberg, wo sich traditionelle Märkte und Feste am Wasser über das ganze Jahr verteilen. Entlang der Ufer treffen sich Anwohner zum Spazierengehen und Radfahren, während die Kiesinseln im Flussbett von Vogelbeobachtern geschätzt werden.
Der Flusslauf lässt sich an zahlreichen Uferwegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad verfolgen, wobei sich vor allem die Abschnitte zwischen Füssen und Landsberg für längere Touren eignen. Im Sommer können die Kiesbänke zum Verweilen einladen, während die Strömung in manchen Bereichen kräftig bleibt und Vorsicht erfordert.
Während des Winters wird der Forggensee-Stausee bei Füssen vollständig abgelassen, wodurch alte Brücken und Straßenfundamente aus der Zeit vor dem Dammbau wieder sichtbar werden. Dieser jährliche Zyklus macht verlorene Strukturen wieder zugänglich und verwandelt den Seegrund in eine begehbare Landschaft.
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