Schloss Belvedere, Barockpalast in Landstraße, Wien, Österreich
Der Belvedere besteht aus zwei voneinander getrennten Schlossgebäuden im Landstraßer Bezirk von Wien, die durch eine weitläufige Gartenanlage mit Wasserbecken und Skulpturen verbunden sind. Die Gärten sind in drei Ebenen gegliedert und folgen einer strengen Symmetrie mit breiten Wegen, die den Blick zwischen beiden Gebäuden lenken.
Prinz Eugen von Savoyen beauftragte Johann Lukas von Hildebrandt 1714 mit dem Bau des unteren Schlosses als Wohnsitz und ließ das obere Schloss zwischen 1717 und 1723 als Repräsentationsbau errichten. Nach dem Tod des Prinzen 1736 erwarb die Habsburger-Familie die gesamte Anlage und wandelte sie später in eine öffentlich zugängliche Sammlung um.
Der Name stammt vom italienischen Begriff für ‚schöne Aussicht', was sich auf den weiten Blick über Wien bezieht, der vom oberen Gebäude aus zu sehen ist. Besucher nutzen die Terrassen vor allem an warmen Tagen, um zwischen den Ausstellungsräumen eine Pause einzulegen und auf die Stadt zu schauen.
Der Haupteingang zum oberen Schloss liegt an der Prinz-Eugen-Straße, während das untere Schloss über die Rennweg-Seite erreicht wird, beide sind getrennt zu besichtigen. Bei Schönwetter empfiehlt sich ein Spaziergang durch die Gärten, die frei zugänglich sind und einen guten Überblick über die gesamte Anlage bieten.
Das Marmorsaal im oberen Schloss diente am 15. Mai 1955 als Schauplatz für die Unterzeichnung des Staatsvertrags, der die Besatzung Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg beendete. An diesem Tag versammelten sich vor dem Gebäude Tausende Menschen, um die Wiederherstellung der Unabhängigkeit zu feiern.
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