Canaletto-Blick, Historischer Aussichtspunkt am Oberen Belvedere, Wien, Österreich
Die Canaletto-Perspektive ist ein Aussichtspunkt auf der Terrasse des Oberen Belvedere in Wien, von dem aus man über die Dächer der Altstadt blickt. Im Vordergrund liegt der Palastgarten, während sich dahinter Kirchtürme und Gebäude der Innenstadt abzeichnen.
Der venezianische Maler Bernardo Bellotto, der sich selbst Canaletto nannte, hielt diesen Blick im Jahr 1760 auf einem großformatigen Gemälde fest. Sein Bild diente später als Referenz beim Wiederaufbau der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg.
Von der Terrasse des Oberen Belvedere aus blickt man auf eine Stadtsilhouette, die von Kirchtürmen geprägt wird, allen voran dem Stephansdom und der Karlskirche. Dieser Blick zeigt, wie sehr religiöse Bauten jahrhundertelang das Stadtbild Wiens bestimmt haben und es noch heute tun.
Der Aussichtspunkt liegt auf dem Gelände des Oberen Belvedere und ist nur mit einem gültigen Eintrittsbillet zugänglich. Ein Besuch am frühen Morgen lohnt sich, da zu dieser Zeit weniger Besucher unterwegs sind und der Blick über die Dächer unverstellter ist.
Bellotto verwendete eine Camera obscura, um die Umrisse der Stadt mit großer Genauigkeit zu erfassen, bereicherte das Bild aber dann bewusst um Gebäude, die von diesem Punkt aus gar nicht zu sehen waren. So entstand kein reines Dokument, sondern eine idealisierte Version des Stadtpanoramas.
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