Bad Gastein, Thermalstadt in den Hohe Tauern Bergen, Österreich
Bad Gastein ist ein Thermalbadeort im Bezirk Sankt Johann im Pongau, eingebettet in die Hohen Tauern im Bundesland Salzburg. Der Ortskern liegt an einem steilen Hang über dem Gasteiner Wasserfall, der hier über mehrere Felsstufen hinabstürzt und von historischen Hotelbauten aus der Jahrhundertwende umgeben ist.
Die Thermalquellen werden seit der Römerzeit genutzt, doch erst im neunzehnten Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem mondänen Kurort. Kaiser Franz Joseph eröffnete 1905 den ersten Hochgebirgsbahnhof der Alpen, was reiche Gäste aus Wien, Budapest und anderen Hauptstädten Europas anzog.
Die Belle-Époque-Bauten mit ihren hohen Fassaden und verzierten Balkonen erinnern an jene Zeit, als europäische Adelsfamilien hier Kuren zur Linderung von Rheuma und Atemwegserkrankungen suchten. Viele Einheimische arbeiten heute noch in den Thermalbädern und Hotels, wo Gäste aus mehreren Ländern ankommen, um in radonhaltigem Wasser zu baden oder das Bergklima zu genießen.
Die Thermalquellen halten Temperaturen zwischen 37 und 41 Grad Celsius und enthalten natürliches Radon, das bei rheumatischen und Atembeschwerden Linderung verschaffen soll. Mehrere Badehäuser und der Heilstollen im benachbarten Berg sind zu Fuß vom Ortszentrum aus erreichbar, wobei steile Wege und Treppen zu beachten sind.
Im Gasteiner Heilstollen, einem über einen Kilometer langen Tunnel im Berg, ruhen Patienten auf Liegen bei Temperaturen um 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit, während sie das radonhaltige Klima inhalieren. Der Zugang erfolgt mit einer kleinen Schmalspurbahn, die tief ins Berginnere fährt, wo die Luft eine besondere Zusammensetzung aufweist.
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