Dreitorspitze, Berggipfel in der Wettersteingruppe, Bayern und Tirol.
Die Dreitorspitze ist ein mehrgipfliges Massiv im östlichen Wettersteingebirge, geteilt in die Partenkirchner Dreitorspitze (2633 m) und die Leutascher Dreitorspitze (2682 m), die jeweils mehrere Gipfel aufweisen. Ihr Hauptgipfel, die Leutascher Dreitorspitze, heißt auch Karlspitze. Das Massiv markiert die Stelle, wo die Hauptkette des Wettersteins von der West-Ost-Richtung nach Norden abweicht, und östlich liegt die Karsthochfläche des Leutascher Platt.
Das Massiv wurde ab der Mitte des 19. Jahrhunderts systematisch erklommen, wobei verschiedene Gipfel in den 1850er und 1870er Jahren Erstbesteigungen erlebten. Diese frühen Bergsteigerexpeditionen machten das Gebirge zu einem bekannten Ziel in der alpinen Erschließungsgeschichte.
Der Hauptgipfel des Massivs, die Leutascher Dreitorspitze, wird auch Karlspitze genannt. Auf den Westgipfel der Partenkirchner Dreitorspitze führt ein mit Drahtseilen versicherter Klettersteig, der nach Hermann von Barth, dem Erkunder der Nördlichen Kalkalpen, benannt ist. Übernachtet wird meist auf der Meilerhütte, einer Hütte der Sektion Garmisch-Partenkirchen des Deutschen Alpenvereins.
Die Route ist für geübte Bergsteiger mit Erfahrung in Kletterei geeignet, wobei Berghütten in der Nähe als Ausgangspunkte für mehrtägige Touren dienen. Gutes Wetter und Ausrüstung sind wichtig, da die Bedingungen in der Höhe schnell wechseln können.
Östlich des Massivs liegt das Leutasch Platt, eine Karsthochfläche, die in den Quellen mit dem Zugspitzplatt am Fuß der Zugspitze verglichen wird. Die Dreitorspitze markiert zudem die Stelle, an der die Hauptkette des Wettersteins von ihrer West-Ost-Richtung kurz nach Norden abweicht und dann wieder in die Hauptrichtung zurückkehrt.
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