Lobau, Biosphärenreservat im Nationalpark Donau-Auen, Wien, Österreich.
Die Lobau ist ein Feuchtgebiet im Donau-Auen-Nationalpark in Wien, das sich über mehr als 2.300 Hektar Auwald, Wiesen und Wasserflächen entlang des nördlichen Donauufers erstreckt. Die Obere Lobau im westlichen Teil ist zugänglich und verbindet das Naturschutzgebiet mit Wohnvierteln am Stadtrand, während die Untere Lobau abgeschieden bleibt und durch regelmäßige Überflutungen geprägt ist.
Bis 1745 war die Lobau kaiserliches Jagdrevier, bevor sie 1905 erstmals unter Schutz gestellt wurde. Im Jahr 1996 wurde sie Teil des Donau-Auen-Nationalparks, um die natürlichen Uferzonen entlang des Flusses zu bewahren.
Der Begriff Lobau leitet sich vom althochdeutschen Wort Lo ab, das dichten Wald bedeutet, und spiegelt die Bedeutung dieser Landschaft für die Wiener wider. Heute nutzen Anwohner die Wiesen und Uferstreifen zum Wandern, Radfahren und Baden, besonders an warmen Wochenenden.
Das Gebiet bietet zahlreiche markierte Wanderwege und Radwege durch die Aulandschaft, einige davon auf Holzstegen durch feuchte Zonen. Im Sommer gibt es am Dechantlacke im oberen Teil eine Badestelle mit seichtem Wasser und umliegenden Wiesen zum Sonnen.
Die Heißländen sind trockene Kiesbänke innerhalb der Aulandschaft, wo sich durch Hitze und Trockenheit savannenartige Pflanzengemeinschaften entwickelt haben. Diese Formation entsteht in den Randzonen, wo die Donau selten noch überschwemmt und die Steine die Wärme im Sommer speichern.
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