Birnhorn, Berggipfel in Leogang, Österreich
Das Birnhorn ist mit 2634 m der höchste Berg der Leoganger Steinberge im Salzburger Pinzgau, an der Grenze der Forstdistrikte Grub und Nebelsberg. Seine rund 1400 m hohe, großteils aus Dolomit bestehende Südwand oberhalb von Leogang zählt zu den höchsten Felswänden der Ostalpen. Der pyramidenförmige Gipfel besteht aus dick gebanktem Dachsteinkalk.
1825 errichteten Vermessungsgehilfen ein trigonometrisches Signal auf dem zuvor nur von Einheimischen besuchten Gipfel. Peter Karl Thurwieser gelang am 2. September 1831 mit dem Führer Bartholomäus Stachelsberger über die Kuchelnieder die erste touristische Besteigung. Der Maler Michael Hofer, Leiter des örtlichen Nickelbergbaus, legte danach den Anstieg durch das Melkerloch an; 1880 stellte die Section Pinzgau den markierten Hofersteig fertig, bis heute der meistbegangene Weg.
Nach dem Birnhorn ist eine Straße in Berlin-Mariendorf benannt, der Birnhornweg. Am Berg selbst ist das Melkerloch, ein großes Felsentor im Ostgrat, eine Wegmarke am Hofersteig. Bestiegen wird der Gipfel von der Passauer Hütte aus; der Anstieg durch das Ebersberger Kar zur Kuchelnieder ist in schneereichen Wintern eine beliebte Skitour.
Der Aufstieg erfordert alpine Ausrüstung und führt über markierte Wege mit teilweise steilen Passagen und Klettersteig-Abschnitten. Erfahrung im Hochgebirgswandern ist wichtig, und Besucher sollten sich auf wechselhaftes Wetter und lange Tagestouren einstellen.
Die Südwand des Birnhorn stürzt rund 1400 m über Leogang ab, großteils aus Dolomit, und wird oft mit der Watzmann-Ostwand verglichen. Josef Oberlader und Karl Mayrhofer durchstiegen sie am 1. Oktober 1900 nach neun Stunden Kletterei; ihre Route beim Hochbrettgraben wird mit III+ bewertet.
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