Saliera, Goldener Salzstreuer im Kunsthistorischen Museum, Österreich
Das Salzfass von Cellini ist eine goldene Skulptur im Kunsthistorischen Museum Wien, die als Tischaufsatz für Gewürze diente. Die Arbeit zeigt zwei liegende Figuren auf einem ovalen Sockel aus Ebenholz und Elfenbein, wobei beide Körper in voller anatomischer Ausarbeitung dargestellt sind.
Benvenuto Cellini fertigte diesen Tischaufsatz zwischen 1540 und 1544 im Auftrag des französischen Königs Franz I. an. Das Objekt gelangte später an habsburgische Herrscher und wurde Teil der kaiserlichen Sammlung, die heute im Wiener Museum zu sehen ist.
Die männliche Figur hält einen Dreizack und sitzt bei einem kleinen Schiff, während die weibliche Figur neben einem Tempel ruht und einen Füllhorn zeigt. Diese mythologischen Gestalten zeigen den menschlichen Umgang mit Meeresgütern und Ackerfrüchten während der Renaissancezeit und verbinden praktische Tischkultur mit gelehrten Bildprogrammen.
Das Stück steht in einem eigenen Raum unter Glas, der eine Rundumansicht ermöglicht. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die feine Oberflächenbearbeitung und die kleinen Beiwerke wie Muscheln und Pflanzen aus der Nähe zu betrachten.
Das Salzfass wurde 2003 gestohlen und drei Jahre später in einem Wald nordöstlich von Wien in einer Bleikiste vergraben wiedergefunden. Die Figuren dienten nicht nur zur Zierde, sondern die Vertiefungen neben ihnen hielten tatsächlich Salz und Pfeffer für die königliche Tafel.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.