Burg Hartenstein, Mittelalterliche Burg in Weinzierl am Walde, Österreich
Hartenstein ist eine Burganlage auf einem Hügel in der Nähe der Kleinen Krems in Österreich und zeigt typische mittelalterliche Architektur und Befestigungen. Die Steinstrukturen prägen die Landschaft und sind von verschiedenen Wanderpfaden aus sichtbar.
Hartenstein wird 1187 erstmals mit Heinricus de Hertinsteine urkundlich erwähnt, vermutlich einem Abkömmling der Kuenringer. Bis 1270 besaßen die Herren von Kaja und Kamegg die Burg, dann die Brüder von Stadekke, 1300 Heinrich von Wallsee, der sie von Burggrafen verwalten ließ. 1380 bis 1411 gehörte sie den Maissau, ab 1416 den Rappach, Neidegg und Scheck. 1645 widerstand sie einer kurzen Belagerung durch die Schweden, die das Außenwerk „Nasn“ sprengten.
Der Name Hartenstein erscheint 1187 erstmals urkundlich mit Heinricus de Hertinsteine, einem möglichen Kuenringer-Abkömmling. Von 1726 bis 1927 blieb die Burg bei der Familie Gudenus; 1892 richtete der Arzt Otto Pospischil in der im Burgenstil umgebauten Vorburg eine Kaltwasserheilanstalt ein. In der NS-Zeit nutzte das Deutsche Jugendherbergswerk den Bau als „Jugendburg“.
Der Innenteil des Schlosses ist nicht für Besucher zugänglich, aber zahlreiche Wanderwege führen um die Anlage herum. Diese Pfade bieten unterschiedliche Blickwinkel auf die Burg und ermöglichen es, die Umgebung gründlich zu erkunden.
Unterhalb der Burg hat der Bach Kleine Krems die Gudenushöhle ausgewaschen. Bei Ausgrabungen kamen Niederösterreichs früheste Siedlungsspuren zum Vorschein, fast 100.000 Jahre alt, darunter Faustkeile und andere Steinwerkzeuge von Neandertalern. Benannt ist die Höhle nach der Familie von Gudenus, der Hartenstein von 1726 bis 1927 gehörte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.926 Mitwirkenden weltweit.