Schloss Frauenstein, Mittelalterliche Burg in Mining, Österreich
Frauenstein ist ein Schloss in der Gemeinde Mining in Oberösterreich, oberhalb des Inn. Von der einst ausgedehnten Anlage sind nur mehr der Torturm mit Turmhaus und ein Teil der 1508 erbauten Umfassungsmauer erhalten. Westlich davon stehen ein zweigeschoßiges Herrenhaus aus Tuffsteinen mit Rundportalen und Pilastern aus dem frühen 19. Jahrhundert sowie ein ehemaliger Kasten. Ein aus dem Felsen geschlagener Graben bildet einen künstlichen Innarm.
Gregor von Pogen ließ die Burg zur Zeit der Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert errichten. Von 1296 bis 1377 war sie an die Grafen von Hals verpfändet; 1400 verkaufte Ritter Heinrich Weckhinger sie an Wilhelm von Fraunhofen, der sie umbauen ließ und Frauenstein nannte. Herzog Heinrich der Reiche von Niederbaiern kaufte sie 1435 und vereinigte sie mit Ering. Im Niederbayerischen Erbfolgekrieg geplündert, ging sie 1508 an die Familie Paumgartner, die 1508 bis 1519 Teile neu erbauen ließ und bis 1885 behielt.
Der Name des Schlosses geht auf Wilhelm von Fraunhofen zurück, der den Bau 1400 kaufte, umbauen ließ und in Frauenstein umbenannte. Seit 1999 pachtet der Verein "Lebenswertes Frauenstein" das Schloss und belebte es wieder; heute befindet sich im Herrenhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert die Burgschänke, und mit dem Ritterverein Tempus Rapax wird hier ein Mittelalterfest veranstaltet.
Das Gelände ist am besten zu Fuß zu erkunden, und es gibt markierte Wege rund um die Außenseite der Burg. Besucher sollten angemessene Kleidung mitbringen, da die Gegend windiger und kühler sein kann, besonders in den höheren Jahreszeiten.
Der Damm des 1939 bis 1942 errichteten Kraftwerks Ering-Frauenstein ist für Fußgänger und Radfahrer offen; wer über das Naturschutzgebiet Unterer Inn mit dem Rad anreist, kann daher auf der bayerischen Flussseite zurückfahren.
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