Schloss Hagenau, Renaissanceschloss in Sankt Peter am Hart, Österreich.
Schloss Hagenau ist ein Renaissanceschloss in Sankt Peter am Hart, Österreich, das mit drei Stockwerken und vier Türmen gebaut wurde. Zwei runde Türme befinden sich auf der Südseite, während zwei eckige Türme die Nordseite flankieren und dem Gebäude ein asymmetrisches Aussehen verleihen.
Eine Burg nahe dem heutigen Standort ist 1088 als Sitz des Hartwicus de Hagenowe belegt. Nach dem Aussterben der Hagenauer Linie 1262 ging der Besitz an die Ortenburger und dann an die Herzöge von Bayern. 1571 wurde die alte, durch Brände und Überschwemmungen beschädigte Burg abgerissen und das heutige Renaissanceschloss auf einer Anhöhe errichtet. 1635 schenkte Kurfürst Maximilian I. von Bayern es seinem Leibarzt Ferdinand Schütz, der das Bräuhaus und die Stallungen errichten ließ.
Im Schlosspark steht eine 1515 dem heiligen Nikolaus geweihte gotische Kapelle, die Graf Franking 1727/28 wegen Baufälligkeit neu bauen ließ. Heute dient sie als Veranstaltungsraum, unter anderem für Konzerte.
Das Schloss ist zum größten Teil privat genutzt und nur während der Veranstaltungen zugänglich; wer anreist, sollte vorher das Veranstaltungsprogramm prüfen. Es steht auf einer hochwassergeschützten Erhöhung neben der Bucht der alten Mattigmündung. Die gotische Kapelle im Park dient heute als Veranstaltungsraum, unter anderem für Konzerte.
Über dem Eingang ist das Wappen der Familie von Handel zu sehen, das an die Schenkung des Schlosses durch den bayerischen Kurfürsten im 17. Jahrhundert erinnert. Dieses Symbol verbindet das Gebäude noch heute sichtbar mit den damaligen Herrschaftsverhältnissen.
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