Burgruine Gösting, Mittelalterliche Burgruine in Graz, Österreich.
Gösting Castle ist eine Burgruine auf einem Hügel am nordwestlichen Rand von Graz, mit Resten eines Bergfrieds, einer Kapelle und Verteidigungsmauern. Der Hügel ragt deutlich über die umliegende Ebene hinaus und lässt das Grundriss der mittelalterlichen Anlage noch gut erkennen.
Die Burg wurde vor 1042 gegründet und diente über Jahrhunderte als strategischer Stützpunkt zur Kontrolle des Murtals. Im Jahr 1723 traf ein Blitz das Pulvermagazin, was zu einer Explosion führte, nach der die Anlage nie wieder aufgebaut wurde.
Der Name Gösting stammt vom Stadtbezirk, nicht von einem Adelsgeschlecht: Vom 12. Jahrhundert bis 1622 war die Burg im Besitz der steirischen Landesfürsten, dann verkaufte Ferdinand II. sie an Hans Ulrich von Eggenberg. 1707 ging sie an die Grafen von Attems, die nach dem Brand von 1723 in das Schloss Gösting am Fuß des Berges übersiedelten. Der 1925 gegründete Burgverein Gösting betreut die Ruine.
Die Ruine liegt auf 574 m ü. A. auf einem schmalen Grat über einer ehemaligen Römerstraße; vom Göstinger Schlossplatz sind es zu Fuß etwa 30 Minuten. Nach dem Einsturz von Mauerwerk im Dezember 2020 wurde der Weg zur und um die Ruine amtlich gesperrt, im Jänner 2022 war er wieder offen, ein auskragender Mauerteil ist mit Gurten verzurrt. Seit dem 26. Oktober 2022 führen Touren durch einen Gutteil der ungedeckten Bereiche.
Die Stadt Graz pachtete die Ruine 2021 für 50 Jahre; am 26. Oktober 2022 begannen Führungen durch die ungedeckten Teile, zu denen rund 2000 Besucher kamen. Ein auskragender, hochliegender Mauerteil ist nach gelösten Steinen mit Gurten verzurrt. Der 1925 gegründete Burgverein Gösting betreut die Anlage bis heute.
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