Stiftskaserne, Militärkaserne in Neubau, Österreich.
Die Stiftskaserne ist ein weitläufiger Militärkomplex im 7. Wiener Bezirk Neubau, der aus mehreren Gebäudetrakten besteht, die zu verschiedenen Zeiten errichtet wurden. Die Anlage liegt entlang der Mariahilfer Straße und umfasst Höfe, Verbindungsgänge und Bauten aus unterschiedlichen Epochen.
Der Standort wurde 1663 vom Hofkammerat Johann Konrad Richthausen als Stiftung für verwaiste Kinder gegründet, bevor er später in eine Militärnutzung überging. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Anlage zu einer Kaserne und einem Zentrum für militärische Ausbildung in Wien.
Die Stiftskaserne beherbergt die Österreichische Heeresgeschichtliche Bibliothek, eine der ältesten Militärbibliotheken des Landes. Wer Zugang erhält, findet dort historische Karten, Bücher und Dokumente aus mehreren Jahrhunderten österreichischer Militärgeschichte.
Der Komplex ist eine aktive Militäranlage und daher für die Öffentlichkeit nur eingeschränkt zugänglich. Wer die Heeresgeschichtliche Bibliothek besuchen möchte, sollte den Zugang vorab klären, da ein spontaner Besuch nicht möglich ist.
Der Name der Anlage leitet sich von dem Wort Stift ab, das auf die ursprüngliche Waisenhausstiftung von 1663 hinweist, nicht auf ein religiöses Institut wie oft angenommen. Diese Verbindung zwischen der sozialen Gründungsgeschichte und der späteren militärischen Nutzung ist an einem einzigen Ort selten zu finden.
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