Metzleinstaler Hof, Denkmalgeschütztes Gebäude in Margareten, Wien, Österreich.
Der Metzleinstaler Hof ist eine städtische Wohnhausanlage am Margaretengürtel 90–98 in Margareten, Wien. Der erste, 1920 nach einem Entwurf von Robert Kalesa fertiggestellte Bauteil hat schlichte Fassaden und direkt belichtete Räume; der zweite, 1923/24 von Hubert Gessner vollendete Abschnitt trägt farbige Majolikareliefs an Fenstern und Fassaden. Die Stiegenhäuser sind vom Hof aus zugänglich.
Der Metzleinstaler Hof wurde im Ersten Weltkrieg geplant, 1919 nach einem Entwurf von Robert Kalesa unter Bürgermeister Jakob Reumann begonnen und im Winter 1920 fertiggestellt. 1923/24 folgte der zweite Bauabschnitt von Hubert Gessner, wodurch die Anlage 244 Wohnungen umfasste. Er gilt als erster „echter“ Gemeindebau Wiens, weil er – anders als die Mareschsiedlung – dem Typus des Roten Wien entsprach.
Der Name Hof deutet auf die traditionelle Wienerische Bauweise hin, bei der Wohnungen um einen zentralen Innenhof angeordnet sind. Das Layout spiegelt den Gedanken wider, dass Gemeinschaftsflächen und gemeinsame Einrichtungen das Zusammenleben verbessern sollten.
Der Komplex liegt an der Margaretengürtel und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Besucher sollten wissen, dass das Areal bewohnt ist und daher die Privatsphäre der Bewohner respektiert werden sollte.
Die Anlage gilt oft als erster „echter“ Gemeindebau Wiens, obwohl die Mareschsiedlung im 15. Bezirk in denselben Jahren fertiggestellt wurde. Der Unterschied liegt im Aufbau: Anders als die eingeschoßige Gartensiedlung entsprach der Metzleinstaler Hof schon dem Bild der späteren Bauten des Roten Wien.
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