Kriegsministerium, Regierungsgebäude in Innere Stadt, Wien, Österreich
Das Regierungsgebäude ist ein siebengeschossiger Regierungsbau am Stubenring, nach Plänen Ludwig Baumanns errichtet und 1913 fertiggestellt. Die 200 Meter lange Fassade zeigt rustizierte untere Geschosse, rundbogige Eingänge in der Mitte und Säulen zwischen Reihen rechteckiger und rundbogiger Fenster. Ein bronzener Doppeladler mit 16 Metern Flügelspannweite sitzt auf dem Dachfirst über dem Mittelteil, vor dem Haupteingang steht das Radetzky-Reiterdenkmal.
Das Gebäude wurde zwischen 1909 und 1913 nach Plänen des Architekten Ludwig Baumann errichtet und diente ursprünglich als Kriegsministerium der Habsburgermonarchie. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zerfall Österreich-Ungarns änderte sich seine Funktion grundlegend.
Der bronzene Doppeladler auf dem Dachfirst mit 16 Metern Flügelspannweite wurde auf Wunsch von Erzherzog Franz Ferdinand aufgesetzt; wegen seiner Größe musste hinter der erhöhten Attika ein zusätzliches Stockwerk untergebracht werden. Auf der Rückseite trug die Attika den Schriftzug „Si vis pacem para bellum“, der bei der Sanierung nach 1945 entfernt wurde.
Das Gebäude liegt im Ersten Bezirk und ist gut zu Fuß von der Wiener Innenstadt erreichbar. Der Eingang ist für die Öffentlichkeit in der Regel nicht zugänglich, die Außenfassade lässt sich jedoch jederzeit von der Straße aus besichtigen.
Die 1913 auf dem Dach installierte Funkanlage wurde 1923 für die Sprachübertragung umgebaut und machte das Haus zum Geburtsort des Hörfunks in Österreich. Die Antenne, ein dichtes Netz von Siliziumbronzedrähten unter der gesamten Fassade, blieb unbeschädigt und war zwischen 25. November 1918 und 1. Februar 1919 der einzige betriebsbereite Telegrafiesender Österreichs. Von August 1924 bis 1926 sendete die RAVAG ihre ersten Programme von hier.
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