Albrechtsbrunnen, Geschützter Brunnen in Innere Stadt, Wien, Österreich.
Der Albrechtsbrunnen ist ein Wandbrunnen an der Augustinerbastei unterhalb der Albertina, erbaut 1864 bis 1869. Das Becken besteht aus Mauthausener Granit; Architekt war Moritz von Loehr, die Allegorien aus weißem Carraramarmor schuf Johann Meixner. Kannelierte Doppelsäulen aus Avianer Kalkstein rahmen das Hauptbecken, die Balustrade der Rampe ist aus Untersberger Marmor. Die Mittelgruppe zeigt Danubius, dessen Hand auf der Schulter von Vindobona liegt.
Das Werk entstand 1869 von Moritz von Loehr und Johann Meixner in einer Zeit, als Wien seine Befestigungsmauern abbaute und sich modernisiert. Die Umgestaltung des Stadtraums ermöglichte neue öffentliche Kunstwerke in zentralen Bereichen.
Die beiden Hauptfiguren sind Danubius mit wildem Gesichtsausdruck, der an Hochwasser und Eisstöße erinnert, und Vindobona, die Stadt, auf deren Schulter er die Hand legt. Zehn Nebenflüsse standen einst in den Wandnischen, darunter Inn, Save, Drau, Theiß, Mur, Salzach, March, Raab, Enns und Traun, gefertigt, um die Größe Österreich-Ungarns zu zeigen.
Der Brunnen befindet sich direkt vor dem Albertina-Museum und ist leicht zu Fuß von der Staatsoper aus erreichbar. Die Stelle liegt in der Nähe mehrerer öffentlicher Verkehrsmittel und Einkaufsbereiche, sodass ein Besuch leicht in andere Aktivitäten integriert werden kann.
Mehrere ursprüngliche Marmorstatuen gingen während des Zweiten Weltkriegs verloren oder wurden verlagert, sodass die heutige Anordnung nicht die ursprüngliche vollständige Komposition zeigt. Dies macht das Werk zu einem Beispiel dafür, wie Kriegsereignisse auch Kunstwerke in der Stadt verändert haben.
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