Schlatenkees, Alpengletscher in Matrei in Osttirol und Prägraten am Großvenediger, Österreich.
Der Schlatenkees ist ein großes Gletscher im Venediger-Gebirgsmassiv in Osttirol, das sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt und als größter Talgletscher der Region bekannt ist. Das Gletschergebiet wird von steilen Flanken begrenzt und ist über eine ausgeschilderte Route vom Matreier Tauernhaus zugänglich.
Der Gletscher erreichte seine größte Ausdehnung um 1850, als sich seine Zunge bis weit in das Gschlöss-Tal erstreckte. Seitdem ist er kontinuierlich zurückgewichen, ein Zeichen des sich ändernden Klimas in den Alpen.
Das Gletschergebiet ist Teil des Nationalparks Hohe Tauern und spielt eine wichtige Rolle in der lokalen Wahrnehmung der Alpenlandschaft. Besucher können hier die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bergwelt unmittelbar erleben.
Der Aufstieg zur Gletscheroberfläche ist ein halbtägiger Wanderausflug, der vom Tal aus gut zu bewältigen ist und feste Wanderschuhe sowie Grundkondition erfordert. Es empfiehlt sich, früh am Morgen zu starten und auf wechselhaftes Wetter vorbereitet zu sein.
Zwischen 2014 und 2017 zog sich die Gletscherzunge dramatisch um 180 Meter zurück und verursachte dabei das Verschwinden eines beeindruckenden Eistores, das Besucher seit Jahrzehnten kannten. Diese schnelle Veränderung macht das Gletschergebiet zu einem der anschaulichsten Orte, um den Wandel der Alpen zu beobachten.
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