WUK, Kunstzentrum und Veranstaltungsort im Bezirk Alsergrund, Wien, Österreich.
Das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) ist ein alternatives Kulturzentrum in der Währinger Straße 59 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund, untergebracht im historischen Baukörper der ehemaligen Maschinenfabriken. Der rote Backsteinbau auf grauem Steinsockel mit Bogenfenstern und hellen Steinbändern trägt die Inschriften „WIR SIND MEHR“ und „KUNST • KULTUR • NACHBAR“; über dem Eingang sitzt ein steinerner Balkon mit Statuen. Auf über 12.000 Quadratmetern liegen die Kunsthalle Exnergasse, Performance- und Musikräume, Werkstätten und das autonome Frauenzentrum FZ auf der Stiege 6.
Der Schlosser und Industriepionier Georg Sigl errichtete 1855 auf dem Gelände eine Lokomotivfabrik, an der Währinger Straße mit Repräsentations- und Wohntrakt des Direktors. Nach dem Börsenkrach von 1873 vermietete er Teile der Fabrik unter und stellte auf allgemeinen Maschinenbau um, darunter die Bühnenmaschinerie der Wiener Staatsoper und Eisenkonstruktionen für die Votivkirche. 1884 zog das Technologische Gewerbemuseum ein; 1979/80 übersiedelte es nach Brigittenau, danach wurde das Haus zum WUK.
Der Name WUK steht für Werkstätten- und Kulturhaus. Sieben selbstverwaltete Bereiche entscheiden in einem monatlichen Plenum, rund 150 Gruppen und Einzelpersonen arbeiten unter diesem Dach. Im Haus befinden sich außerdem das Frauen-Zentrum FZ auf der Stiege 6, eines der ältesten Europas, und das Café-Restaurant Statt-Beisl.
Das WUK nimmt den Häuserblock in der Währinger Straße 59 in Alsergrund ein, wenige Gehminuten von der U6-Station Währinger Straße–Volksoper. Der Komplex ist in Stiegen unterteilt; das Frauenzentrum FZ liegt auf Stiege 6, das Café-Restaurant Statt-Beisl und die FZ Bar sind öffentlich zugänglich. Vor dem Besuch lohnt ein Blick ins Programm, da Kunsthalle Exnergasse und Bühnen eigene Öffnungszeiten haben.
Die Backsteinfassade trägt die Inschriften „WIR SIND MEHR“ und „KUNST • KULTUR • NACHBAR“, über dem Eingang springt ein steinerner Balkon mit Statuen vor. Im Inneren ließ sich der Direktor der einstigen Lokomotivfabrik an der Währinger Straße einen Repräsentations- und Wohntrakt errichten, wie es den frühindustriellen Gepflogenheiten entsprach.
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