Palais Strudelhof, Palast im Bezirk Alsergrund, Wien, Österreich
Der Palais Strudelhof ist ein Barockgebäude im Alsergrund-Bezirk mit Elementen aus dem späten 18. Jahrhundert, das sich an der Strudlhofgasse befindet. Das Bauwerk verbindet Säle für verschiedene Zwecke mit einer wohlproportionierten Fassade, die das Wiener Stadtbild prägt.
Der Palast wurde 1690 von Peter von Strudel, einem kaiserlichen Hofmaler und Direktor der Akademie der Bildenden Künste, am Schottenpoint errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte das Gebäude verschiedene Umgestaltungen, die seine Funktion als Wohnpalast zu einer modernen Nutzung wandelten.
Die Nähe zur Strudlhofstiege verbindet den Ort mit Heimito von Doderers gleichnamigem Roman, der die lokale Architektur und Atmosphäre der Gasse in Literatur umsetzt. Besucher können diese literarische Verbindung beim Spaziergang durch die historischen Straßen nachspüren.
Das Gebäude funktioniert heute als Veranstaltungszentrum für Konferenzen und offizielle Treffen und ist grundsätzlich für Besucher zugänglich, wenn keine privaten Veranstaltungen stattfinden. Es ist empfehlenswert, vorher Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten einzuholen und zu prüfen, ob die Innenräume besichtigt werden können.
Das Gebäude war Ort der Unterzeichnung eines Ultimatums an Serbien 1914, ein Moment, der die europäische Geschichte nachhaltig beeinflussen sollte. Diese Episode verbindet den Ort direkt mit einem Wendepunkt der modernen Geschichte, der oft in Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg genannt wird.
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