Gulustan Mausoleum, Mittelalterliches Mausoleum im Bezirk Julfa, Aserbaidschan.
Das Gulustan-Mausoleum ist ein zwölfseitiges Grabgebäude aus roten Sandsteinen mit dreieckigen Verzierungen, das auf einem Podest errichtet wurde. Der Bau zeigt aufwändige Steinmetzarbeiten und führt über eine Öffnung an der Nordseite zu einer unterirdischen Kammer mit kleinen Fensteröffnungen.
Die Stiftungsinschrift des Mausoleums ist verloren; seine Datierung stützt sich auf den Vergleich mit dem Momine-Chatun-Grabmal in Nachitschewan (1186) und auf seinen geschnitzten Dekor, die auf das 13. Jahrhundert weisen. Osmanische Register aus den 1590er Jahren und der Reisebericht Evliya Çelebis aus dem 17. Jahrhundert nennen es Kesik Günbəz. Ein Bahadur Şəfad, Sohn Hüseyn Bayqaras, soll um 1500 in seiner Krypta bestattet worden sein. 2015 wurde es restauriert.
Die lokale Überlieferung nennt das Grabmal Kesik Günbəz, die abgeschnittene Kuppel, ein Name, den der osmanische Reisende Evliya Çelebi im 17. Jahrhundert festhielt. Seine Steinornamente werden mit denen des Momine-Khatun-Mausoleums verglichen, das 1186 in Nachitschewan vom Architekten Ajami Abubakr oglu Nakhchivani erbaut wurde.
Der Zugang zum Mauzoleum ist relativ unkompliziert, wobei die unterirdische Kammer von der Nordseite erreichbar ist. Das Licht im Inneren ist gedimmt, weshalb eine Besichtigung am helllichten Tag empfohlen wird.
Das Gebäude liegt in einer grünen Senke nahe des Flusses Aras, an einem Ort, der früher als Rosengarten bekannt war. Der Name des Mausoleums selbst bedeutet himmlischer Garten, was auf die langjährige Verbindung zwischen diesem Ort und der Natur hindeutet.
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