Hubertusschlüssel, Religiöses Artefakt in der Kathedrale von Lüttich, Belgien
Der Schlüssel des Heiligen Hubertus ist ein religiöses Artefakt in der Kathedrale von Lüttich, das etwa 37 Zentimeter hoch ist und aus Metall gefertigt wurde, wobei es die Form eines Nagels, Kreuzes oder Kegels aufweist. Das Objekt wurde als medizinisches Werkzeug verwendet, indem es erhitzt und auf Wunden angewandt wurde, um Infektionen zu verhindern.
Der Schlüssel entstand im 12. Jahrhundert in Lüttich und wurde bis in das frühe 20. Jahrhundert als traditionelles Mittel zur Behandlung von Tollwut anerkannt. Diese lange Verwendungsdauer zeigt, wie dieses religiöse Objekt in medizinische Praktiken über viele Generationen hinweg integriert war.
Der Schlüssel ist mit dem Namen des Heiligen Hubertus verbunden, dem Schutzpatron der Jäger, und zeigt, wie eng Jagdgemeinschaften in Westeuropa ihre Überzeugungen und religiöse Praktiken miteinander verflochten haben. Besucher können sehen, wie dieser Gegenstand die Hoffnung widerspiegelt, dass Glaube und heilige Objekte vor Krankheiten schützen könnten.
Das Artefakt wird in der Schatzkammer der Kathedrale aufbewahrt, wo es unter kontrollierten Bedingungen geschützt ist. Besucher sollten rechtzeitig ankommen, um die Öffnungszeiten der Schatzkammer zu nutzen und diesen einzigartigen Gegenstand aus der Nähe zu sehen.
Priester verwendeten den erhitzten Schlüssel, um sowohl Menschen als auch Tiere zu brandmarken, um sie vor Tollwut zu schützen. Diese Praxis verbindet religiöse Verehrung mit frühen Formen von Tierhaltungspraktiken und zeigt, wie Glaube und praktische Tierbetreuung im Mittelalter vermischt wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.
