Hof von Nassau, Gotischer Palast im Königsviertel, Brüssel, Belgien
Der Hof van Nassau war ein Palastanlage in der Brüsseler Altstadt mit mehreren Gebäuden, einer Kapelle und weitläufigen Gärten in erhöhter Lage. Die Komplexanlage befand sich in unmittelbarer Nähe des Palastes Coudenberg und war Zentrum adliger Residenzkultur.
Die Anlage wurde 1340 gegründet, als Willem van Duivenvoorde sich dort niederließ, und wechselte 1403 durch Heirat in den Besitz des Hauses Nassau. Dieses Ereignis markierte den Beginn einer neuen Ära für den Ort als Zentrum der Nassauer Familie.
Der Ort war ein Treffpunkt für europäischen Adel und zog Künstler und gelehrte Personen an, die hier zusammenkamen. Die Kunstsammlung spiegelte den Geschmack und die Macht der Familie wider, die dort lebte.
Die erhaltene Kapelle ist heute über die Königliche Bibliothek Belgiens zugänglich, wo man noch Details der ursprünglichen Architektur sehen kann. Die früheren Gärten sind nicht mehr als solche erkennbar, da sie zum heutigen Museumsplatz umgewandelt wurden.
Das Schlafzimmer war mit einem speziellen Bett ausgestattet, das betrunkene Gäste abwerfen konnte - ein Beispiel für die ausgeflippte Unterhaltungskultur der Zeit. Solche praktischen Gags zeigen, wie Adel damals Luxus und Vergnügen miteinander verband.
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