Straße von Anián, Historische Meerenge in der Nordwestpassage, Kanada.
Die Straße von Anián ist eine ehemals kartografierte Meerenge in den kanadischen Arktisgewässern, die den Atlantischen Ozean mit dem Pazifik verbinden sollte. Sie wurde als Teil der Nordwestpassage dargestellt, war aber in Wirklichkeit nie vorhanden.
Der italienische Kartograf Giacomo Gastaldi zeichnete diese Meerenge erstmals um 1562 auf Karten ein und führte die geografische Fehlvorstellung auf seinem Werk weiter. Später erwiesen sich die Expeditionen von James Cook und George Vancouver in den 1770er und 1790er Jahren als entscheidend: Sie zeigten endgültig, dass das Gewässer nicht existierte.
Europäische Seefahrer und Entdecker suchten jahrhundertelang nach dieser Passage in der Hoffnung, eine direkte Route zu den Handelszentren Asiens zu finden.
Besucher können heute die Geschichte dieser kartografischen Täuschung durch historische Karten und Expeditionsberichte in Museen nachvollziehen. Eine genaue Betrachtung der alten Kartographie zeigt, wie unterschiedlich Entdecker diesen Ort positioniert und dargestellt haben.
Unterschiedliche Kartenmacher des 16. und 17. Jahrhunderts zeigten diese Meerenge an verschiedenen Orten, manchmal in Kalifornien, manchmal näher an der heutigen Beringsstraße. Diese Verwirrung zeigt, wie Kartographen damals Vermutungen und Hörensagen in ihre Werke übernommen haben.
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