Cathédrale Notre-Dame, Katholische Kathedrale in Bangui, Zentralafrikanische Republik.
Die Cathédrale Notre-Dame ist eine Kathedrale in Bangui mit roten Ziegelsteinen und einem Baustil aus der französischen Kolonialzeit. Das Gebäude hat die charakteristische Architektur tropischer Kirchenbauten dieser Epoche bewahrt.
Die Spiritaner-Missionare ließen sich 1884 in Bangui nieder, ein Jahr nach Gründung des Postens. Die Kathedrale entstand in den 1930er Jahren auf einem vier Hektar großen Grundstück, das Bischof Jean René Calloc'h am 9. April 1924 per Erlass von Gouverneur Augagneur erhielt. 1977 fand dort die Krönung von Kaiser Bokassa I. und seiner Frau Catherine statt; im März 2013 wurde sie von der Seleka-Koalition geplündert.
Die Kathedrale ist das Zentrum des katholischen Glaubens in Bangui und wird von Gläubigen für Messen und religiöse Feiertage genutzt. Sie prägt das geistliche Leben der Stadt und ist ein Ort, wo sich die Gemeinde regelmäßig versammelt.
Die Kathedrale liegt zentral in Bangui und ist leicht zu Fuß oder mit lokalen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher sollten beim Betreten während der Gebetszeiten Rücksicht nehmen und angemessene Kleidung tragen.
Am 29. November 2015 öffnete Papst Franziskus während seiner Afrikareise hier die erste Heilige Pforte des Jubiläums der Barmherzigkeit, wenige Tage vor dessen offiziellem Beginn. Das Ereignis veranlasste die Presse, das vom Krieg verwüstete und zu den ärmsten Städten der Welt zählende Bangui als „spirituelle Hauptstadt der Welt“ zu bezeichnen.
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