Matterhorn, Alpenberg an der schweizer-italienischen Grenze.
Der Matterhorn erhebt sich 4478 Meter hoch an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien und formt mit seinen vier steilen Flanken eine fast perfekte Pyramide über den Tälern von Zermatt und Breuil-Cervinia. Die Nordwand fällt direkt über Zermatt ab, während die Südwand nach Italien blickt, und beide Seiten zeigen blanken Fels mit schmalen Graten, die zum Gipfel führen.
Edward Whymper leitete im Juli 1865 die erste erfolgreiche Besteigung, doch die Expedition endete tragisch, als vier Bergsteiger beim Abstieg starben. Die Katastrophe löste eine Debatte über die Gefahren des Alpinismus aus und machte das Horn zu einem Symbol für die Risiken des Bergsteigens.
Bergführer aus Zermatt und Breuil-Cervinia geben ihr Wissen über die Routen seit Generationen weiter, und ihre Familien pflegen die Traditionen des Alpinismus. In beiden Dörfern sieht man noch die alten Seile und Werkzeuge in den Bergsteigermuseen, wo Einheimische von den frühen Expeditionen erzählen.
Die Klettersaison dauert von Mitte Juni bis Mitte September, wenn die Bedingungen am stabilsten sind und die Schutzhütten geöffnet haben. Die beiden Hauptrouten beginnen an der Hörnlihütte auf der Schweizer Seite und an der Carrel-Hütte auf der italienischen Seite, wobei beide technische Fähigkeiten und Akklimatisierung erfordern.
Die Felsen bestehen aus afrikanischen Gesteinsschichten, die auf europäische Platten aufgeschoben wurden, und diese geologische Struktur lässt sich beim Aufstieg in den unterschiedlichen Gesteinsfarben erkennen. Forscher haben herausgefunden, dass die oberen Teile einst Teil eines fernen Kontinents waren, der vor Millionen von Jahren hierher wanderte.
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