Fil de Cassons, Berggipfel in Graubünden, Schweiz
Der Fil de Cassons ist ein Gebirgsgrat der Glarner Alpen bei Flims im Kanton Graubünden, Schweiz. Er erstreckt sich über etwa 2,4 km von der Fuorcla Raschaglius auf 2600 m bis fast einen Kilometer östlich der Mutta Bella auf 2644 m. Seine Südflanke, der Flimserstein, überragt Flims; gegen Norden bricht der Grat jäh ins Bargistal ab. Der oberste Teil besteht aus grünlichem, sehr schieferigem und brüchigem Verrucano-Gestein.
Der Berg war für Hirten und Bauern ein bekannter Orientierungspunkt bei der Viehwirtschaft in den Alpen. Traditionelle Routen durch das Val Bargis ermöglichten den Viehtransport während der Sommermonate.
Die Glarner Hauptüberschiebung, UNESCO-Weltnaturerbe, verläuft direkt unter dem Grat: Wenige Meter nördlich der alten Bergstation überquert der Wanderer die Linie, an der der grünliche, schiefrige Verrucano des Gratrückens in graues Gestein übergeht. Gut sichtbar ist die Überschiebung von Norden oder am östlichen Ende, ebenso an Piz Dolf, Piz Segnas und Tschingelhörnern.
Man erreicht den Gipfel von mehreren Ausgangspunkten aus, wobei die Wege von Flims im allgemeinen als Standardrouten bekannt sind. Der Aufstieg erfordert gute körperliche Fitness und bergsteigerisches Können, besonders auf den exponierten Passagen am Grat.
Wenige Meter nördlich der alten Bergstation der Cassonsbahn überqueren Wanderer die Glarner Hauptüberschiebung, ohne es zu merken: Der Fels unter den Füssen wechselt vom grünlichen Verrucano-Schiefer zu hellem Kalkstein. Die Überschiebungsfläche ist von Süden kaum sichtbar; am besten erkennt man sie von der weniger zugänglichen Nordseite oder am östlichen Ende des Grats.
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