Gotthardpass, Gebirgspass zwischen den Kantonen Uri und Tessin, Schweiz
Der Gotthardpass liegt auf 2106 Metern Höhe und verbindet die nördlichen Schweizer Alpen mit dem Tessin durch das Gotthardmassiv. Die Passstraße windet sich in engen Kehren über die steinige Hochfläche, flankiert von Gipfeln und Schneefeldern, die auch im Sommer sichtbar bleiben.
Die Errichtung einer ersten Holzbrücke durch die Schöllenenschlucht im Jahr 1220 eröffnete einen regelmäßigen Warenverkehr über die Alpen. Seither wurde die Route mehrfach ausgebaut, um den wachsenden Handel zwischen Nord- und Südeuropa zu bewältigen.
Der Name stammt vom heiligen Gotthard von Hildesheim, dessen Kapelle einst Reisende am Übergang empfing. Heute erinnern Wegkreuze und kleine Andachtsstätten entlang der Route an die jahrhundertealte Tradition, hier um sicheres Geleit zu bitten.
Fahrzeuge können die Passhöhe von Ende Oktober bis Anfang Juli nicht befahren; während der offenen Monate gilt ein Nachtfahrverbot zwischen 18 und 8 Uhr. Tagsüber weht oft starker Wind, daher empfiehlt sich warme Kleidung auch bei sonnigem Wetter.
Drei Tunnel durchqueren den Berg unterhalb der Passhöhe: der Eisenbahntunnel von 1882, der Straßentunnel von 1980 und der Basistunnel von 2016, die jeweils bei Eröffnung Weltrekorde hielten. Jeder dieser Durchstiche verkürzte die Reisezeit erheblich und verlagerte einen Großteil des Verkehrs unter die Berge.
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