AGN-211-P, Ausbildungs- und Chemiereaktor an der Universität Basel, Schweiz.
Das AGN-211-P ist ein Trainingsreaktor an der Universität Basel, der in einem offenen Wasserbad installiert war und mit hochangereichtem Uranbrennstoff betrieben wurde. Die Anlage erreichte eine maximale Leistung von 2 Kilowatt und war für Lehrzwecke und experimentelle Arbeiten ausgelegt.
Der Reaktor wurde 1958 unter dem Atomium der Brüsseler Weltausstellung ausgestellt und kam 1959 in die Schweiz, wo er an der Universität Basel aufgebaut wurde. Nach jahrzehntelangem Betrieb wurde die Anlage 2013 stillgelegt.
Die Anlage war ein Lehrort für Kernphysik und bot Studierenden und Forschern die Möglichkeit, praktisch mit Reaktortechnologie zu arbeiten. Für viele Generationen von Wissenschaftlern an der Universität Basel bedeutete dieser Ort eine erste direkte Erfahrung mit Kernenergie.
Der Reaktor befand sich in einem Universitätsgebäude und war für die Ausbildung zugänglich, wurde aber 2013 stillgelegt und nicht mehr für Besuche geöffnet. Die ehemalige Anlage ist heute aus denkmalgeschichtlicher Perspektive von Interesse für alle, die sich für die Geschichte der Kernforschung in der Schweiz interessieren.
Das Uranbrennstoff-Inventar war so gering, dass es bei kontinuierlichem Betrieb für etwa 800 Jahre gereicht hätte. Dies zeigt die effiziente Energiedichte von Kernbrennstoff im Vergleich zu anderen Energiequellen.
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