Langwieser Viadukt, Eisenbahnbrücke in Langwies, Schweiz.
Der Langwieser Viadukt ist eine Eisenbahnbrücke aus Stahlbeton im Schweizer Kanton Graubünden, die das Plessurtal überspannt. Die Brücke ist rund 284 m lang und erreicht eine Höhe von etwa 62 m über dem Talgrund.
Der Viadukt wurde zwischen 1912 und 1914 gebaut und war damals die erste Eisenbahnbrücke der Welt, die vollständig aus Stahlbeton errichtet wurde. Dieses Bauwerk zeigte, dass diese Technik auch für große Ingenieurbauwerke in alpinem Gelände geeignet war.
Die Brücke trägt den Namen des kleinen Dorfes Langwies, durch das die Bahnlinie von Chur nach Arosa führt. Wer mit dem Zug fährt, überquert das Tal in wenigen Sekunden und blickt dabei tief in das bewaldete Tal hinunter.
Das Bauwerk lässt sich am besten von den Wanderwegen im Plessurtal aus betrachten, von wo man einen klaren Blick auf den gesamten Bogen hat. Wer mit dem Rätischen Bahn-Zug von Chur nach Arosa fährt, überquert die Brücke direkt.
Während des Baus wurden hölzerne Lehrgerüste eingesetzt, um die Betonbögen über dem Tal zu halten, da es damals noch keine modernen Schalungssysteme gab. Diese Gerüste mussten unter schwierigen Bedingungen im Gebirge errichtet und wieder abgebaut werden.
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