Pauluskirche, Reformierte Kirche in Basel, Schweiz
Die Pauluskirche ist ein kreuzförmiger Zentralbau mit quadratischem Turm und grosser Fensterrose auf einem dreieckigen, rund 1,5 Meter erhöhten Grundstück im Ring-Quartier nahe der Schützenmatte. Ihre neuromanischen Formen erinnern an Groß St. Martin in Köln, während Flachrelief-Flechtbänder an der Fassade den geometrischen Jugendstil zeigen. Der Haupteingang ist nach Osten gerichtet, und im Innern sind die Sitzbänke im Halbkreis auf die Kanzel ausgerichtet.
Das Gebäude wurde zwischen 1898 und 1901 von Karl Moser und Robert Curjel errichtet und vereint moderne Bautechniken mit traditionellen Gestaltungselementen. Im Jahr 2021 wandelte sich das Haus zur Kulturkirche Paulus und funktioniert seither als Veranstaltungsort, ohne dabei seine architektonische Bedeutung zu verlieren.
Der seit Juli 2021 verwendete Name Kulturkirche Paulus zeigt, dass ein Trägerverein das Gebäude als Kulturzentrum führt. Der Innenraum folgt dem Wiesbadener Programm: Die Bänke stehen im Halbkreis, sodass jeder Platz zur Kanzel blickt. Heinrich Altherr schuf das Mosaik in der Kanzelnische, Max Laeuger entwarf die Glasfenster mit Weihnachten, Karfreitag, Ostern und dem Ende der Zeit.
Das Gebäude befindet sich an der Steinenring 20 mit guter Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe. Besucher sollten beachten, dass die Öffnungszeiten variieren können und es ratsam ist, vorher zu prüfen, welche Veranstaltungen oder Öffnungen geplant sind.
Die Kirche besitzt fünf Glocken, die 1901 von H. Rüetschi in Aarau gegossen wurden; die 1987 von Orgelbau Kuhn gebaute Orgel bewahrt etwa die Hälfte der Pfeifen aus dem Zimmermann-Instrument von 1901. Von 1901 bis 2020 wirkten fünf Paulusorganisten, zuletzt Susanne Doll als einzige Frau.
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