Festungsgürtel Kreuzlingen, Festungsgürtel in Kreuzlingen, Thurgau, Schweiz
Der Festungsgürtel Kreuzlingen ist eine ab 1937 erbaute Linie aus 42 Bunkern und Maschinengewehrständen entlang der Landgrenze zwischen Kreuzlingen und Konstanz. Die für mehrtägigen Aufenthalt vorgesehenen Werke und die täglich abgelösten Stände waren mit Infanteriekanonen und Maschinengewehren ausgestattet; zwei mobile Batterien ersetzten die geplanten Artilleriewerke.
Der Bau der Anlage begann 1937, als die Schweiz ihre Grenzen angesichts wachsender Spannungen in Europa verstärken wollte. Das System war während des Zweiten Weltkriegs aktiv, wurde aber nach dem Krieg teilweise aufgegeben und später für Besucher zugänglich gemacht.
Der Festungsgürtel zeigt, wie die Schweiz sich selbst schützen wollte und welche Angst die Menschen damals hatten. Besucher können heute sehen, wie Soldaten in engen Bunkern lebten und arbeiteten, was die Realität des Krieges sehr direkt macht.
Mehrere markierte Wanderwege führen durch verschiedene Teile der Anlage und können ohne besondere Ausrüstung begangen werden. Die meisten Bunker sind zugänglich, erfordern aber festes Schuhwerk und Vorsicht in den engen Räumen.
Die geplanten Artilleriewerke entfielen; stattdessen sollten zwei mobile Batterien zum Einsatz kommen. Das Bauprogramm von 5,9 Millionen Franken umfasste neben sechs Bunkern mit Infanteriekanonen auch 42 Stände für Maschinengewehre. Die Panzerplatten für die Schiessscharten lieferten die deutschen Kruppwerke, nachdem Versuche Schweizer Firmen keine befriedigenden Ergebnisse erbracht hatten.
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