Fräkmüntegg, Bergfreizeitstation in Nidwalden, Schweiz
Die Fräkmüntegg ist ein Grat und nordöstlicher Ausläufer des Pilatus in den Emmentaler Alpen; ab 1469 m ü. M. bildet sie die Grenze zwischen den Kantonen Luzern und Nidwalden. Die Luftseilbahn von Kriens hat hier eine Zwischenstation, unterhalb der Egg liegt die Alp Fräkmünt. Auf der Fräkmüntegg stehen das 1955 errichtete Restaurant Fräkmüntegg, eine Sommerrodelbahn und ein Seilpark.
1954 wurde die Fräkmüntegg mit der Gondelbahn Kriens–Krienseregg–Fräkmüntegg der Kriensereggbahn AG nach dem System Bell/Wallmannsberger für den Tourismus erschlossen. 1956 kam die Luftseilbahn von der Fräkmüntegg auf den Pilatus hinzu; beide Bahnen wurden 1983 und 1996 erneuert. Unterhalb der Egg wurde 1902 auf der Fräkmüntalp das Kurhaus Fräkmünt erbaut, das 1915 eine Lawine und 1969 ein Brand zerstörten.
Der Name geht auf das um 1100 belegte lateinische Mons fractus zurück und lebt in Fräkmünt und Fräkmüntegg weiter. Die Bergkapelle auf der Fräkmüntalp wurde 1960/61 errichtet; ihre Glasfenster und die Chorwand gestaltete Paul Stöckli. Das Restaurant auf der Egg stammt von 1955.
Die Gondelbahn von Kriens erreicht die Fräkmüntegg in zwei Sektionen und verkehrt auch im Winter. Von hier führt eine zweite Luftseilbahn auf das Pilatusgipfel, und die Pilatusbahn fährt zum See hinunter, wo Schiffe nach Luzern anschliessen. Sommerrodelbahn und Seilpark liegen direkt unterhalb des Grats.
Die Sommerrodelbahn unterhalb der Egg heißt Fräkigaudi und ist mit 1350 Metern eine der längsten der Schweiz. Sie liegt am Hang, wo früher der Skilift auf Mülimäss stand; der Lift auf der Fräkmüntalp wurde nach der Einstellung des Skibetriebs 1994 für die Rodelbahn umfunktioniert.
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