Mondmilchloch, Lösungshöhle im Pilatusmassiv, Schweiz
Das Mondmilchloch ist eine Lösungshöhle im Pilatusgebirge, die sich über etwa 100 Meter in den Berg erstreckt und mehrere Kammern miteinander verbindet. Das Innere weist unterschiedliche Niveaus auf, mit Wasserdurchlässen, die das Kammersystem durchziehen.
Die Höhle wurde 1555 von Conrad Gesner erstmals dokumentiert, der die weißen Mineralablagerungen als Mondmilch beschrieb. Die Entdeckung machte sie später zu einem Referenzpunkt in der geologischen Wissenschaft.
Der Höhle verdankt ihren Namen dem weißen Calcit, das wie Mondmilch aussieht und früher in medizinischen Texten erwähnt wurde. Menschen besuchten den Ort für seine mineralischen Ablagerungen, die als heilsam galten.
Der Zugang beginnt von Alp Birchboden und folgt orangefarbenen Markierungen durch Wiesen und Wald bis zum Eingang auf 1710 Metern Höhe. Die Wege sind deutlich markiert, aber es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und die Witterungsbedingungen zu prüfen.
Die Höhle beherbergt eine besondere Form von Mikrokristallin-Calcit, die in der Geologie als Referenzort für Mondmilch-Ablagerungen dient. Diese mineralogische Bedeutung machte sie zum Standardbeispiel in wissenschaftlichen Lehrbüchern weltweit.
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