Tonhalle, Konzertsaal in Zürich, Schweiz
Die Tonhalle ist ein Konzertsaal im Kongresshaus-Komplex im Zentrum von Zürich, nahe dem See und der Bürkliplatz, nicht auf der Uferpromenade. Sie umfasst zwei Säle: den Grossen Saal mit 1'430 Plätzen (816 im Parkett, 614 auf Galerie und Balkon) und die Kleine Tonhalle mit 609 Plätzen. Der Ersatzbau von 1939 stammt von Haefeli Moser Steiger und bewahrte den inneren Saal sowie die Nordostfassade.
Die Tonhalle wurde 1895 eröffnet, mit Aufführungen unter der Leitung des Dirigenten Friedrich Hegar und in Anwesenheit des Komponisten Johannes Brahms. Das Gebäude orientierte sich an renommierten europäischen Konzertsälen seiner Zeit und gilt heute als geschütztes Kulturgut von nationaler Bedeutung.
Der Große Saal erhielt den Beinamen «Trocadéro» von Zürich, weil sein Äußeres an den Pariser Trocadéro-Palast erinnerte. Das Konzertleben der Tonhalle ging aus den bürgerlichen Musikgesellschaften hervor, die sich 1812 zur Allgemeinen Musik-Gesellschaft zusammenschlossen; der Männerchor Sängerverein Harmonie (1841) und der Gemischte Chor Zürich (1863) drängten auf einen festen Konzertsaal.
Die Tonhalle gehört zum Kongresshaus-Komplex an der Claridenstrasse 7 im Stadtzentrum nahe Bürkliplatz und See, nicht an der Uferpromenade. Der Grosse Saal fasst 1.430 Plätze, die Kleine Tonhalle 609. Bei einer Renovierung wurde 2021 die Kleuker-Steinmeyer-Orgel durch ein Instrument von Kuhn ersetzt.
Brahms selbst spielte bei der Eröffnung der Tonhalle im Jahr 1895 und trug damit dazu bei, den Ruf des neuen Saals von Anfang an zu prägen. Es war einer seiner letzten öffentlichen Auftritte, bevor er ein Jahr später starb.
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