St. Martin, Moderne Kirche in Fluntern, Schweiz
St. Martin Zürich ist ein modernes Kirchengebäude im Fluntern-Viertel, das mit großzügigen Glasflächen, Betonelementen und klaren Linien eine helle, offene Raumstruktur schafft. Der Innenraum ist funktional gestaltet und nutzt Tageslicht, um eine einladende Umgebung für Versammlungen zu schaffen.
Ein mittelalterliches Martinskloster auf dem Zürichberg, 1127 von Augustiner-Chorherren gegründet und in der Reformation aufgelöst, wurde im Patrozinium fortgeführt, als die katholische Pfarrei Fluntern diese Kirche baute. Die Pfarrei Liebfrauen suchte ab 1920 Bauland für das katholische Dienstpersonal der Villen am Zürichberg; der Kirchbauverein erwarb den Grund an der Krähbühlstrasse am 27. April 1933. Anton Higi errichtete die Kirche 1938–1939 mit Hilfe von Walter Rieger; Bischof Laurenz Matthias Vincenz weihte sie am 4. Juni 1939 ein und erhob sie am 1. November 1940 zur eigenständigen Pfarrei.
Die Kirche ist ein Treffpunkt für Gottesdienste und Konzerte, wo sich die Nachbarschaft regelmäßig versammelt. Das Gebäude prägt das Viertel durch seine Rolle in der Gemeinschaft und schafft Raum für verschiedene kulturelle Anlässe.
Die Kirche steht an der Krähbühlstrasse 50, etwas zurückversetzt nahe dem Zoo Zürich, und hat keinen Kirchturm; zu erkennen ist sie am niedrigen Zentralbau und am Dachreiter über dem Chor. Seit 2013 ist der Vorplatz barrierefrei umgebaut, und ein freistehender Lift erschliesst die Pfarrräume im Untergeschoss. Über dem Haupteingang befindet sich das Martinsrelief.
Die Kirche verzichtet bewusst auf einen Kirchturm, laut Gründungsurkunde aus Rücksicht auf die protestantische Umgebung. Stattdessen sitzt ein Dachreiter auf dem Dach des Kirchenchores, von der Strasse aus nicht sichtbar; 1995 wurde er aufgestockt und um eine dritte, grössere Glocke neben den beiden von 1939 ergänzt.
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