Frauenwinkel, Naturschutzgebiet am Zürichsee, Schweiz.
Das Frauenwinkel ist eine Moor- und Riedlandschaft auf dem Seedamm bei Hurden in der Gemeinde Freienbach im Kanton Schwyz. Der Schilf- und Moorgürtel ist von Westen nach Osten rund 1 km und von Norden nach Süden rund 1,5 km breit, begrenzt vom Zürichsee im Westen, Pfäffikon im Süden und dem Hurdenkanal im Norden. Zum Schutzgebiet gehört auch eine Seefläche von etwa 3,5 km bis zu den Inseln Lützelau und Ufenau.
Kaiser Otto I. schenkte das Gebiet 965 dem Kloster Einsiedeln, das bis heute Eigentümer ist. Das erste Naturschutzgebiet entstand 1927, unter Schutz gestellt wurde es 1980 und 1996. Seither sind die Moorlandschaft und die Seefläche mit den Inseln Lützelau und Ufenau als Moorlandschaft und Flachmoor von nationaler Bedeutung verzeichnet.
Der Name Frauenwinkel geht auf eine Schenkung von 965 n. Chr. durch Kaiser Otto I. an das Kloster Einsiedeln zurück, das das Gebiet noch heute besitzt. Das Schutzgebiet umfasst auch einen Teil der archäologischen Zone Seedamm mit Resten prähistorischer Holzbrücken und Pfahlbauten bei Freienbach–Hurden Rosshorn, Freienbach–Hurden Seefeld, Seegubel und Rapperswil-Jona–Technikum. Diese Siedlungen zählen zu den 56 Schweizer Stätten des UNESCO-Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen.
Das Gebiet ist teilweise für Besucher zugänglich, wobei bestimmte Bereiche zum Schutz von Tieren und Pflanzen begrenzt sind. Es ist wichtig, den markierten Wegen zu folgen und sich an Vorsichtsmaßnahmen zu halten, um die empfindlichen Lebensräume nicht zu beeinträchtigen.
Der Bereich ist auch für archäologische Funde bekannt, mit Überresten von prähistorischen Pfahlbausiedlungen, die unter dem UNESCO-Welterbe-Schutz stehen. Diese untergegangenen Siedlungen bieten seltene Einblicke in das Leben am See vor tausenden von Jahren.
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