Sperrstelle Trin, Militärfestung und Museum in Trin, Schweiz.
Die Sperrstelle Trin (Armeebezeichnung Sperre Nr. 1205) liegt westlich von Trin an der alten Strasse von Chur ins Vorderrheintal, zwischen Tamins und Flims. Ihr Hauptwerk ist eine Infanteriekaverne (A 7762) im Fels von Crap Sogn Barcazi und Crap Pign, auf drei Geschossen mit 300 Treppenstufen und Stollen verbunden, mit vier Maschinengewehren und zwei Leichten Maschinengewehren für 30 Mann Besatzung. Daneben stehen ein Geländepanzerhindernis mit Höckern, Schienen und Tankmauer sowie Bunker, die als Wasserreservoir, Holzscheune und Waldhütte getarnt sind.
Die Sperrstelle Trin wurde 1941–1943 von zivilen Unternehmen errichtet und war die letzte Sperre vor dem Reduit, um ein Eindringen des Feindes ins Festungsgebiet Gotthard zu verhindern. Das Hauptwerk A 7762 wurde 1941–1942 in den Felsen von Crap Sogn Barcazi und Crap Pign auf drei durch 300 Treppenstufen und Stollen verbundenen Geschossen gebaut. Die Stellung wurde vom Gebirgsinfanterieregiment 18, Reserve des Gebirgsarmeekorps 3, besetzt.
Die Anlage wird vom Verein Sperre Trin betreut, der im Oktober 2009 zur Erhaltung der Sperre gegründet wurde. Die Führung umfasst das Felswerk im Crap Sogn Barcazi und im Crap Pign, die Bunker Porclas Nord, West und Strasse sowie die Küche des Festungswachtkorps. Von Dezember bis März werden bei der Führung Festung & Fondue zwei Bunker besichtigt, danach gibt es Fondue.
Das Museum ist von Mai bis Oktober mehrmals pro Monat geöffnet; die Führung umfasst das Felswerk in Crap Sogn Barcazi und Crap Pign sowie die Bunker Porclas Nord, West und Strasse. Von Dezember bis März führt die Tour «Festung & Fondue» durch zwei Bunker und endet mit Fondue. Der Zugang erfolgt heute über den Notausgang, der ehemalige Haupteingang ist nicht mehr zugänglich.
Die Werkseilbahn Z312 war die einzige Werkseilbahn in einem Infanteriewerk des Kantons Graubünden. Zur Anlage gehört zudem ein 1988 erbauter 12-cm-Festungsminenwerfer, Jahrzehnte nach den Bunkern von 1941–1943; der frühere Haupteingang ist nicht mehr zugänglich, man betritt die Anlage durch den Notausgang.
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