Fabrique de chocolat Cailler, Schokoladenfabrik in Broc, Schweiz.
Die Fabrique de chocolat Cailler ist eine Schokoladenfabrik in Broc, die spezialisierte Maschinen und traditionelle Verfahren zur Kakaoverarbeitung nutzt. Die Anlage zeigt die vollständige Produktionskette von der Rohkakaobohne bis zum fertigen Produkt.
Alexandre-François-Louis Cailler verlegte die Schokoladenproduktion 1897-1898 in eine neue Fabrik in Broc, wo ein Verfahren zur Massenherstellung von Milchschokolade entwickelt wurde. Die Belegschaft wuchs von 120 Beschäftigten im Jahr 1898 auf 1400 im Jahr 1913 und trieb die Wirtschaft der Region Gruyère voran, während die des Kantons Freiburg noch überwiegend landwirtschaftlich geprägt war. 1929 übernahm Nestlé die Maison Cailler.
Der Name der Fabrik und ihr Besucherzentrum halten die Marke Cailler in der Gruyère-Region lebendig, wo das Werk die Wirtschaft eines noch landwirtschaftlich geprägten Kantons veränderte. Das Zentrum erklärt die Firmengeschichte und die Herstellung Schweizer Schokolade; das Gelände ist als Schweizer Kulturgut von regionaler Bedeutung der Klasse B eingestuft.
Die Fabrik liegt am Ende der 1912 eröffneten Bahnlinie von Bulle zum Bahnhof Broc-Fabrique und ist an diese angebunden, sodass sich der Besuch mit einer Zugfahrt zum Bahnhof Broc-Fabrique verbinden lässt. Das Besucherzentrum erklärt die Geschichte des Unternehmens und die Herstellung von Schweizer Schokolade.
Alexandre-François-Louis Cailler sass im Verwaltungsrat der Chemins de fer électriques de la Gruyère, als die Linie gebaut wurde; 1912 eröffnete diese die Strecke Bulle–Broc-Fabrique samt Bahnhof. Die Fabrik liegt am Ende dieser Linie und ist an sie angeschlossen; Industrieanlage und Bahnanschluss wurden also gemeinsam geplant.
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