Mondaltar, Ming-Dynastie Tempel in Yuetan, China
Der Mondtempel ist eine kaiserliche Anlage aus der Ming-Dynastie im Stadtteil Yuetan in Peking, die eigens für Mondverehrungsrituale errichtet wurde. Im Mittelpunkt steht eine quadratische weiß glasierte Plattform, die von Pavillons, Hallen und Mauern umgeben ist, die das Gelände klar begrenzen.
Die Anlage wurde 1530 unter Kaiser Jiajing der Ming-Dynastie errichtet, der auch ähnliche Tempel für die Verehrung der Sonne, der Erde und des Himmels bauen ließ. Im 20. Jahrhundert verlor das Gelände seine zeremonielle Funktion und wurde in einen öffentlichen Park umgewandelt.
Der Tempel war ein Ort, an dem nur der Kaiser selbst die Mondgöttin verehren durfte, was ihn von gewöhnlichen religiösen Stätten unterschied. Heute ist das Gelände ein öffentlicher Park, in dem Pekinger morgens spazieren gehen, Tai-Chi-Übungen machen oder einfach auf Bänken unter alten Bäumen sitzen.
Der Tempel liegt im Stadtzentrum von Peking und ist gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Wer die ruhigeren Stunden bevorzugt, sollte am frühen Morgen kommen, wenn die Anlage von Anwohnern genutzt wird und weniger Besucher unterwegs sind.
Der Mondtempel gehörte ursprünglich zu einem System von vier Altären, die unter derselben kaiserlichen Anordnung im 16. Jahrhundert errichtet wurden und jeweils einem anderen kosmischen Element gewidmet waren. Die anderen drei Anlagen für Sonne, Erde und Himmel sind in Peking noch erhalten und können ebenfalls besucht werden.
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