Qianling-Mausoleum, Kaisergrab in Kreis Qian, China
Das Qianling-Mausoleum ist das gemeinsame Grab von Kaiser Gaozong und Wu Zetian am Berg Liang, in den Berg hineingebaut statt als Hügel aufgeschüttet. Seine innere Mauer umschloss eine trapezförmige Fläche von etwa 240.000 Quadratmetern mit Toren an jeder Seite. Ein 61 Meter langer Tunnel im Nordgipfel führt zu den unterirdischen Kammern, während die südlichen Hügel den Eingang bilden.
Die Grabstätte wurde für Kaiser Gaozong angelegt und später erweitert, um auch Kaiserin Wu Zetian aufzunehmen, die als erste Frau China regierte. Die Arbeiten dauerten Jahrzehnte und spiegeln die politische Macht und künstlerische Reife der Tang-Zeit wider.
Der Geisterweg ist von Pferden, geflügelten Pferden, Straußen, Löwen, Beamten und 61 enthaupteten Statuen ausländischer Diplomaten gesäumt, die 683 an der Beisetzung Kaiser Gaozongs teilnahmen. Die Strauße erinnern an Vögel, die die Westtürken 620 und das Reich Tushara 650 als Tribut sandten.
Wer die Anlage besucht, sollte bequeme Schuhe tragen, da der Aufstieg über unebene Stufen und lange Wege führt. Die Besichtigung dauert mehrere Stunden, daher empfiehlt sich ein früher Start, um die Mittagshitze zu vermeiden.
Am Geisterweg stehen 61 enthauptete Steinbilder ausländischer Diplomaten und Stammesführer aus den 680er-Jahren, auf deren Rückseite Land und Name eingraviert sind; bis 2003 waren 36 Identitäten bestätigt. Ein Erdbeben 1556 ließ alle Köpfe bis auf einen abfallen.
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