Linxia, Autonome Präfektur in Gansu, China
Die Autonome Präfektur Linxia Hui ist eine Verwaltungsregion im Süden der Provinz Gansu in China, in der die Hui-Muslime die größte ethnische Gruppe stellen. Das Gebiet ist von Bergen und Tälern geprägt, und der Gelbe Fluss fließt durch den nordwestlichen Teil der Präfektur.
Die Region war im 19. Jahrhundert Schauplatz heftiger Konflikte zwischen muslimischen Gemeinschaften und Han-chinesischen Kaiserlichen Kräften, die das gesellschaftliche Gefüge nachhaltig verändert haben. Die Nachwirkungen dieser Auseinandersetzungen prägten die Beziehungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen über viele Generationen.
Die Hui-Gemeinschaft prägt das Alltagsleben durch sichtbare Moscheen und Halal-Märkte, die man in nahezu jedem Ort antrifft. Wer durch die Straßen geht, bemerkt schnell, wie Religion und Alltagskultur hier eng miteinander verflochten sind.
Die Hauptstadt der Präfektur, Linxia Stadt, ist der beste Ausgangspunkt für die Erkundung der Region, da hier die meisten Unterkünfte und Dienstleistungen zu finden sind. In den abgelegenen Gebirgsdistrikten sind die Verbindungen schwieriger und die Ausstattung begrenzter, weshalb eine vorherige Planung ratsam ist.
Linxia ist in China seit der Qing-Dynastie für die Herstellung runder Brillen bekannt, ein Handwerk, das lokale Handwerker bis heute betreiben. Diese ungewöhnliche Spezialität verschaffte der Region über Jahrhunderte Verbindungen zu Handelsnetzwerken weit über die Provinzgrenzen hinaus.
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