Lajia, Archäologische Stätte im Autonomen Kreis Minhe der Hui und Tu, China.
Die Lajia-Ruinen sind eine ausgegrabene Qijia-Siedlung im Kreis Minhe, Qinghai, am Oberlauf des Gelben Flusses. Die Grabung zeigt Hausfundamente, einen Graben und Gruben, in denen 32 Skelette gefunden wurden, einige noch auf dem Boden ausgestreckt. Neben den Überresten liegen graubraune Keramikgefäße und Schalen.
Lajia ist eine Siedlung der Qijia-Kultur (ca. 2300–1500 v. Chr.) im Guanting-Becken, wo Hirseanbau, Schafzucht und Schweinerituale eine von einem Graben umgebene Gemeinschaft ernährten. Um 1920 v. Chr. begruben ein Erdbeben der Stärke 6–7 und Schlammströme den Ort und töteten 32 Menschen in acht Häusern. Die Ausgräber streiten, ob Sturzfluten oder ein Ausbruch des Gelben Flusses die Katastrophe auslösten.
Schwefelschulterblätter wurden zu Orakelknochen für die Wahrsagerei geformt und in Gräbern niedergelegt, wie es auf Qijia-Fundstätten üblich war. Schafe lieferten Milch, Wolle und den Großteil des Fleisches; auch Rinder und gejagte Wildhirsche finden sich unter den Resten. Steinmesser dienten zum Schälen und Schneiden von Hirse.
Die ausgegrabene Grube liegt im Dorf Lajia, Gemeinde Guanting, Kreis Minhe, Qinghai, nahe der Grenze zu Gansu. Das Gelände ist offen und schattenarm, die Grube wird vom Rand aus betrachtet; festes Schuhwerk und Wasser bei warmem Wetter sind daher sinnvoll. Die Skelette und Keramikgefäße liegen unten auf dem Grubenboden unter dem Rand.
Der Fund von 2005 war ein Bündel dünner gelber Fäden in einem umgestülpten Topf, radiokarbondatiert auf etwa 4.000 Jahre. Versuche zeigten, dass Hirse allein keine Nudeln bilden kann; der Teig enthielt also andere Stärken, etwa Gerste oder Weizen. Auch zu Orakelknochen bearbeitete Schweineschulterblätter kamen zutage.
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