Gansu, Provinz im Nordwesten Chinas.
Gansu ist eine Provinz im Nordwesten Chinas, die sich zwischen dem Tibetischen Plateau und dem Lössplateau erstreckt und von trockenen Korridoren, Wüstengebieten im Norden sowie Bergketten im Süden geprägt ist. Die Landschaft wechselt von sandigen Ebenen zu grünen Flusstälern entlang des Gelben Flusses, der die zentrale Achse der Besiedlung bildet.
Die Region wurde zu einem wichtigen Abschnitt der nördlichen Seidenstraße, über die Waren und Ideen zwischen China und Zentralasien transportiert wurden. Während der Song-Dynastie verschmolzen die Verwaltungsgebiete Ganzhou und Suzhou zur heutigen Provinz, die später als Durchgangsgebiet für Karawanen und Armeen diente.
Der Name entstand aus den ersten Silben zweier ehemaliger Präfekturen, Ganzhou und Suzhou, die während der Song-Dynastie zusammengelegt wurden. Heute sprechen Bewohner der Region neben Mandarin auch lokale Dialekte, wobei muslimische Hui-Gemeinden ihre eigenen Moscheen und Märkte unterhalten.
Lanzhou dient als Hauptstadt und Verkehrsknotenpunkt, von dem aus Züge und Busse in alle Teile der Provinz fahren. Der Hexi-Korridor verbindet das Zentrum des Landes mit den westlichen Regionen und wird noch heute als Hauptroute für Reisende genutzt.
Die Provinz beherbergt einige der größten Nickelvorkommen Chinas, was die Region zu einem Zentrum für Bergbauaktivitäten macht. Insgesamt wurden hier 145 verschiedene Minerallagerstätten identifiziert, darunter seltene Metalle, die in der modernen Industrie Verwendung finden.
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